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16.09.2016

Stadtrat empfiehlt Annahme der Vorlage "Rheinuferneugestaltung"


Der Schaffhauser Stadtrat empfiehlt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern die Annahme der Vorlage "Rheinuferneugestaltung". Die vorgeschlagene Neugestaltung der Rheinuferstrasse setzt wertvolle Impulse in der Stadtentwicklung im Bereich der südlichen Altstadt. Zudem ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis für das vorliegende Projekt durch die Beteiligung von Bund und Kanton sehr günstig.

Der über lange Jahre gehegte Wunsch, die Stadt näher an den Rhein zu bringen, soll auch im Bereich unterhalb der Rheinbrücke endlich verwirklicht werden. Da die Kragplatte und die Rheinuferstrasse ohnehin sanierungsbedürftig sind, bietet es sich an, Aufwertungsmassnahmen und dringend erforderliche Sanierungen zum gleichen Zeitpunkt an die Hand zu nehmen. Die vorgesehenen Massnahmen bewirken eine deutlich verbesserte Aufenthaltsqualität für Fussgänger und Velofahrer.

Der Stadtrat ist der Ansicht, dass die Vorlage einen guten Kompromiss zwischen einer aufwändigeren Neugestaltung, die mit hohen Zusatzkosten verbunden gewesen wäre, und den engen Rahmenbedingungen aufgrund der speziellen Lage für die Gestaltung darstellt. So verunmöglichen der Kraftwerk-Perimeter und der Energiekanal unter der Rheinstrasse zum Beispiel die gewünschte Plattform auf dem Rhein. Das Ergebnis ist breit abgestützt, denn in der Vorphase wurden unter anderem die Verkehrsverbände sowie das kantonale Tiefbauamt einbezogen. Der Regierungsrat hat die Genehmigung in Aussicht gestellt.

Die wichtigsten Elemente zur Attraktivierung sind
- ein durchgehender Grünstreifen
- der breitere Rad- und Fussweg
- Sitzgelegenheiten zum kurzen oder längeren Verweilen
- schattenspendende Baumgruppen
- moderne Geländer mit hölzernem Handlauf
- zeitgemässe und energiesparende LED-Beleuchtung

Dank der massgeblichen Mitfinanzierung durch Kanton und Bund erhält die Stadt Schaffhausen für ihren Kostenanteil einen grossen Mehrwert. Ein Verzicht auf die Neugestaltung würde bedeuten, dass die ohnehin notwendigen Instandsetzungsarbeiten von der Stadt zum grössten Teil alleine finanziert werden müssten. Dies hätte für eine reine Sanierung nahezu gleich hohe Kosten für die Stadt zur Folge, ohne dass dieser Aufwendung aber ein spürbarer Mehrwert für Bevölkerung und Besucherinnen und Besucher der Stadt gegenüberstünde.

An Bedeutung gewonnen hat die Vorlage auch im Zusammenhang mit der vorgesehenen Neunutzung des Kammgarnareals. Beide Vorhaben ergänzen sich sinnvoll. Der Stadtrat bittet deshalb die Schaffhauser Stimmbevölkerung, der Vorlage "Rheinuferneugestaltung" und dem damit verbundenen Kredit von 6.6. Millionen Franken zuzustimmen.

Im Namen des Stadtrates

Dr. Raphaël Rohner, Baureferent