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24.02.2017

Vorfälle im Bachschulhaus

Aufgrund des grossen Medieninteresses und Rückmeldungen von besorgten Eltern haben sich der Stadtschulrat als zuständige Behörde und der Stadtrat heute selber an die Medien gewandt, um die bisher bekannten Fakten zu kommunizieren.

Zu den Vorwürfen in den Medien und aus politischen Kreisen, an Schaffhauser Schulen käme es zu Gewalttätigkeiten und Bedrohungen, denen die Behörden lange Zeit untätig zugeschaut hätten, nahmen die Präsidentin des Stadtschulrates Katrin Huber, der für das betroffene Bachschulhaus zuständige Stadtschulrat Ernst Yak Sulzberger und von Seiten der Stadt Bildungsreferent Dr. Raphaël Rohner heute vor den Medien Stellung.

Sie betonten, dass es sich bei den aktuell in den Medien geschilderten Vorfällen um einen einzelnen Schüler am Bachschulhaus handle, der durch unpassendes und gewaltbereites Benehmen aufgefallen war. Solche Fälle gebe es immer wieder, es liege aktuell keine Häufung von Gewalt an Schulen vor. Der betreffende Schüler am Bachschulhaus soll Mitschülerinnen und Mitschüler belästigt und geschlagen und Lehrpersonen bedroht haben.

Von den geschilderten Vorfällen erfuhr die Präsidentin des Stadtschulrates Katrin Huber erstmals im Dezember, worauf sie die nötigen Schritte einleitete. Vorgesehen sind für einen solchen Fall zunächst Gespräche und Verwarnungen an die Adresse des Schülers sowie Elterngespräche und je nach Situation der Beizug der Schulsozialarbeit und von Fachstellen.

Der zuständige Stadtschulrat Ernst Yak Sulzberger, der sein Amt erst am 1. Januar 2017 angetreten hatte, erfuhr an seinem ersten Routinebesuch im Schulhaus am 17. Januar, dass dort ein Schüler für Unfrieden und Angst sorge und nahm sich unverzüglich der Sache an.

In der darauffolgenden Woche häuften sich die Ereignisse, bei denen der betroffene Schüler sich aggressiv gegenüber Mitschülern und Lehrer verhielt. Die Unsicherheit und Angst unter den Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern nahmen massiv zu. Gerüchte, der betroffene Schüler habe Mitschüler oder Lehrpersonen mit dem Messer bedroht, liessen sich aber nicht verifizieren. Ein Schüler erklärte schliesslich, der betroffene Schüler habe ihm ein kleines Küchenmesser gezeigt, das er bei sich trug.

Ob ein strafbares Verhalten vorliegt, klärt derzeit die Schaffhauser Polizei, bei der eine entsprechende Anzeige einging.

Am 26. Januar 2017 fand erneut sodann ein Gespräch mit den Eltern in den Räumen des Schulamtes statt, wozu, weil die Situation sich nicht einschätzen liess, als Vorsichtsmassnahme zwei Polizisten der Schaffhauser Polizei beigezogen wurden. Ihr Einsatz war aber nicht nötig, denn das Elterngespräch verlief ruhig und konstruktiv.

Um wieder Ruhe und Frieden ins Schulhaus zu bringen, wurde der betroffene Schüler per sofort vom Unterricht suspendiert und erhielt Arealverbot. Die beiden Massnahmen wurden bis nach den unmittelbar bevorstehenden Sportferien verlängert und gelten bis heute.

Mittlerweile fanden zahlreiche weitere Gespräche sowohl im Stadtschulrat, als auch mit den Fachleuten der Kriseninterventionsgruppe des Kantons und dem Lehrerteam statt. Der Schüler erhielt diverse Auflagen, z.B. sich von Fachpersonen befragen und untersuchen zu lassen. Er muss sich regelmässig auf dem Schulamt melden und erhält dort von den Lehrpersonen zusammengestellte Hausaufgaben, die er nach Erledigung retournieren muss. Er hält bisher alle diese Vorlagen ein und zeigt sich einsichtig und kooperativ.

Katrin Huber betonte aber, dass dies keine dauerhafte Lösung sei. Der Schüler ist noch schulpflichtig, hat ein Recht auf Bildung und darf von Gesetzes wegen nicht auf Dauer vom Unterricht ferngehalten werden. Es werden nun verschiedene Schritte und Massnahmen geprüft, um den Schüler nach einem vorübergehenden Time Out mit fachlicher Unterstützung wieder in eine Regelschule zu integrieren. Der Schüler wird aber mit Sicherheit nicht mehr ins Bachschulhaus zurückkehren.

 

Ansprechperson:

 

Katrin Huber, Präsidentin des Stadtschulrates

Telefon: +41 52 632 54 39

E-Mail: katrin.HuberOtt@stsh.ch