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01.06.2018

Stellungnahme zu den toten Jungschwänen auf dem Rhein

In den vergangenen Tagen hatte Animal Rescue am Rhein in Schaffhausen mehrere tote Jungschwäne geborgen. Nach Aussagen der Tierschutzorganisation in den SN vom Dienstag, 29. Mai seien die Tiere an Erschöpfung gestorben, da sie keine freie Stelle gefunden hätten, um ans Ufer zu gelangen. Schuld daran seien die zugebauten Ufer sowie landende Gummiboote, welchen den Schwänen den einzigen möglichen Zugang ans Ufer versperrt hätten.

SH POWER, welche als Kraftwerksbetreiberin für die Ufergestaltung am Rhein in Schaffhausen zuständig ist, trat unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorfälle mit Fachleuten in Kontakt. Gegenwärtig wird abgeklärt, ob die Jungschwäne, wie von Animal Rescue vermutet, an Erschöpfung gestorben sind. Zwei der toten Jungschwäne hat der Kanton an das Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin der Universität Bern eingeschickt. Dort werden sie nun auf Parasiten, Vergiftungen und Krankheiten untersucht, was Hinweise auf die Todesursache liefern kann.

Als Verantwortliche für die Ufergestaltung im Einzugsgebiet des Kraftwerk Schaffhausen ist SH POWER stetig in Kontakt mit dem kantonalen Naturschutzamt, dem Fischereiaufseher, dem Stadtökologen und Naturschutzorganisationen wie Aqua Viva. Die Thematik, dass Jungschwäne mangels Zugängen ans Ufer aus Erschöpfung sterben sollen, ist aber dennoch neu. Eine vergleichbare Situation war in den letzten Jahrzehnten nie registriert worden.

Gegenwärtig trifft SH POWER, wie bereits erwähnt, weitere Abklärungen mit Fachleuten und wartet die Untersuchungsergebnisse des Zentrums für Fisch- und Wildtiermedizin der Universität Bern ab. Basierend auf diesen Analysen wird dann entschieden, ob und welche Massnahmen im Bereich der Ufergestaltung sinnvoll und nötig sind.


Marco Nart, Unternehmenskommunikation SH POWER
Tel. +41 52 635 14 68
marco.nart(at)shpower.ch