Schwammstadt Schaffhausen

Die Folgen des Klimawandels sind spürbar: heisse Sommer, längere Trockenperioden und heftigere Regenfälle. In Städten verstärkt der grosse Anteil an versiegelten Flächen diese Auswirkungen zusätzlich.

Um sich an diese Folgen anzupassen wird vermehrt auf das Schwammstadt-Prinzip gesetzt. Statt Regenwasser wie bisher direkt in die Kanalisation abzuleiten, wird es vor Ort gespeichert und zurückgehalten. Über Grünflächen oder durchlässige Oberflächen kann es im Boden versickern und steht Pflanzen für Wachstum und Verdunstung zur Verfügung. So wird die Stadt zum Schwamm.

Das sorgt für Kühlung an heissen Tagen, entlastet die Kanalisation bei Regenereignissen und hilft das Grundwasser anzureichern.

Elemente einer Schwammstadt:

  • begrünte Dächer und Fassaden: Verdunstung, temporärer Wasserrückhalt
  • durchlässige Beläge: Versickerung und Grundwasserneubildung
  • Mulden, Rigolen und Tiefbeete: temporärer Wasserrückhalt und Verdunstung
  • Regenwassertanks und Zisternen: Entlastung Kanalisation, Nutzung von Regenwasser
  • multifunktionale Grünflächen: Verdunstung, Wasserrückhalt

Die Klimastrategie der Stadt Schaffhausen umfasst Klimaschutz (Netto Null bis 2050) und Klimaanpassung. Das Schwammstadt-Prinzip ist eine zentrale Massnahme der Klimaanpassung.

Damit die Umsetzung gelingt, ist eine enge Zusammenarbeit verschiedener städtischer Bereiche wichtig – von Begrünung und Siedlungsentwässerung über Verkehr und Infrastruktur bis zum Hochbau.

Die Fachstelle Schwammstadt sorgt dafür, dass entsprechende Massnahmen in öffentlichen Bauprojekten geplant und umgesetzt werden.

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Schwammstadt Schaffhausen
Rheinhardstrasse 6
8200 Schaffhausen
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