Erweiterung und Sanierung Schulanlage Steig

Die Schulanlage Steig muss saniert und erneuert werden. Geplant ist ein neues Schul- und Sportgebäude mit zusätzlichen Klassenräumen, einer Turnhalle sowie ein Pavillon für schulergänzende Betreuung. Die Stimmbevölkerung hat dem Investitionskredit von rund 21 Millionen Franken zugestimmt. Im September 2025 ist der Baustart erfolgt. Der Bezug der neuen Gebäude erfolgt etappenweise zwischen Sommer 2027 und Frühling 2028.

Die Primarschule Steig ist die älteste Primarschule der Stadt Schaffhausen. An der Schule werden rund 190 Schülerinnen und Schüler von 32 Lehrpersonen unterrichtet.

Die Schulanlage Steig liegt im nordwestlichen, leicht erhöhten Stadtteil von Schaffhausen in unmittelbarer Nähe zur Altstadt und setzt sich aus mehreren Gebäuden unterschiedlichen Alters zusammen. Die bestehende Turnhalle erfüllt die Anforderungen eines zeitgemässen Turn- und Sportunterrichts nicht mehr. Hinzu kommt ein zusätzlicher Raumbedarf für die Schule und für die Betreuung.

Um den künftigen Bedarf abzudecken, ist ein Erweiterungsneubau auf dem bestehenden Areal nötig, welcher neben einer neuen Einfachturnhalle auch die zusätzlich erforderlichen Schulräume bereitstellt. Mit einem Pavillon wird zudem Platz für die schulergänzende Tagesstruktur geschaffen. Die Erweiterung ist Gegenstand des baulichen Gesamtentwicklungskonzepts der Schule Schaffhausen.

Ein Ensemble von fünf Häusern
Zur Umsetzung wurde im Rahmen eines Projektwettbewerbs das Projekt «cinque pi» des Architekturbüros Soppelsa Architekten GmbH, Zürich für die Architektur und Rosenmayr Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich für die Landschaftsarchitektur als Siegerprojekt ausgewählt. «cinque pi» teilt das geforderte Programm in fünf Bausteine und fünf Häuser auf, die als Ensemble gemeinsam den neuen Ort definieren, indem sie im nördlichen Schulhausareal eine dichte, aber zugleich nach Süden durchlässige Bebauung ausbilden. Ein kompakter dreigeschossiger Neubau mit Turnhalle und zwei Geschossen mit Klassenzimmern liegt mit der Stirnfassade an der Stokarbergstrasse. Der alten Sternwarte als freies Objekt bleibt weiterhin genügend Raum. Die bestehende Turnhalle erfährt einen Rückbau in ihren historischen Zustand, so dass im Herzen des nördlichen Arealteils genügend Platz entsteht für einen niedrigen Pavillon für Tagesstruktur und Bibliothek. Der Pavillon wird neuer Dreh- und Angelpunkt der Gesamtanlage. Das Projekt wird ressourcenschonend umgesetzt und die Umgebungsgestaltung entwickelt die bestehenden Qualitäten mit moderaten Eingriffen weiter.

Nachdem die Baubewilligung erteilt wurde, ist im September 2025 der Startschuss gefallen für die Umsetzung und haben die archäologischen Grabungen begonnen. 

Das Team der Kantonsarchäologie hat seitdem mehr als 70 Gräber, Mauern der Kirche, der Kapelle und einen Sodbrunnen ausgegraben. Anthropologinnen - Spezialistinnen für menschliche Knochen - untersuchen die Skelette von Erwachsenen, Jugendlichen, Kindern und Babies auf Alter, Geschlecht und Krankheiten. Der Sodbrunnen diente der unabhängigen
Wasserversorgung der Kranken. Er wurde um 1400 aufgegeben und mit zerbrochenem Geschirr, Ofenkacheln und weiterem Abfall verfüllt. Diese Gegenstände geben wertvolle Einblicke in den Alltag des Sondersiechenhauses im Mittelalter.

Die aktuellen Bauarbeiten im Überblick
Die archäologischen Grabungen werden parallel zum Aushub fortgeführt und dauern voraussichtlich bis Herbst 2026 an. Nach den Sportferien beginnt die Sanierung der alten Turnhalle. Hierfür wird das Gebäude geräumt und der Anbau abgerissen, damit die alte Turnhalle für ihre zukünftige Nutzung Mehrzweckraum umgebaut werden kann.

Der Baustart für das neue Sport- und Schulgebäude ist für August 2026 geplant. Bis dahin wird die Baugrube entsprechend ausgehoben. Ab Herbst 2026 kommt zusätzlich der Bau des neuen Pavillons für die schulergänzende Betreuung hinzu.

Der Bezug der neuen Gebäude erfolgt etappenweise zwischen Sommer 2027 und Frühling 2028.

Aktuelle Bauphasen Erweiterung und Sanierung Schulanlage Steig

Auswirkungen auf den Schulbetrieb
Ab den Sportferien 2026 bleibt der Pausenplatz vollständig gesperrt. Für die Schülerinnen und Schüler steht alternativ die Sportwiese hinter dem Schulhaus als Pausenplatz zur Verfügung. Neu werden sie diese über einen separaten Durchgang entlang dem Bauzaun, getrennt von der Strasse, erreichen können.

Vis à vis vom Steigschulhaus wurde in den letzten Monaten das Generalengut, das ehemalige Pfarrhaus der reformierten Kirchgemeinde Steig einer leichten Sanierung unterzogen. Nach den Sportferien 2026 wird es als zusätzlicher Schulraum genutzt.

Auswirkungen der Bauarbeiten
Während der gesamten Bauzeit ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen aufgrund der Baustelle zu rechnen. Die Eltern und Erziehungsberechtigten sind deshalb gebeten, die Kinder nicht mit dem Auto zur Schule zu fahren, um zusätzlichen Verkehr zu vermeiden.

Die Bauherrschaft ist bemüht, die Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Umgebung so gering wie möglich zu halten. 

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