vbsh-Angebotskonzept 2030: bessere Erschliessung und häufigere Fahrten

6. Mai 2026
Mit dem Angebotskonzept 2030 für die vbsh im Stadtverkehr wird das Liniennetz bedarfsgerecht erneuert und der Takt verdichtet. Die letzte Gesamtüberprüfung des Stadtbusnetzes der vbsh stammt aus dem Jahre 2007.

Unter Beizug eines auf den öffentlichen Verkehr spezialisierten Beratungsbüros und den Bestellern (Stadt Schaffhausen, Gemeinde Neuhausen am Rheinfall, Kanton Schaffhausen) wurde ein neues Angebotskonzept entworfen. Dieses sieht neue Linienführungen und ein angepasstes Taktmuster vor.

Das Konzept wurde im Rahmen einer Vernehmlassung verfeinert und optimiert. Insbesondere wird die Erschliessung der Haltestelle Birch weiterhin gewährleistet und das Fahrplanangebot auf der Linie 9 im Herblingertal wird abends und am Wochenende ausgedehnt sowie die Linienführung im hinteren Herblingertal leicht angepasst. Andere Hinweise zu einzelnen Haltestellen werden im Rahmen der Projektierung geprüft und vertieft.

Optimiertes Linienkonzept
Die wichtigsten Verbesserungen bei der Linienführung sind:

  • Die Linie 1, Ast Waldfriedhof, fährt neu via Frohberg, Grubenstieg und Stimmerstrasse in das Quartier Niklausen.
  • Die Linie 4, Ast Emmersberg/Buchthalen, fährt neu nicht mehr als Rund­kurs, sondern in beide Richtungen (Stichlinie) über die Alpen- bzw. Säntis­stras­se. In Buchthalen wendet die Linie 4 in einer Quartierschlaufe und bietet zwei neue Haltestellen bei der Kirche und beim Hofackerzentrum.
  • Die Linie 4, Ast Breite/Mühlental wird neu ab Birch über das Mühlental zum Bahnhof Nord verlängert; in umgekehrter Richtung vom Bahnhof Nord via Pilgerbrunnen über die Breite zur Bahnhofstrasse geführt. Damit wird die Stahlgiesserei neu mit einem für die Stadt üblichen 10-Minutentakt angeschlossen und es entsteht eine Direktverbindung auf die Breite.
  • Die Linie 6, Ast Buchthalen/Stimmerstrasse, wird verlängert und fährt neu ab Buchthalen via Gruben bis zum neuen Kreisel am Knoten Gruben-/Stimmerstrasse. Dort wendet der Kurs und bietet Anschluss an die Linie 1 Richtung Bahnhof und Richtung Alpenblick (neues Schulhaus).
  • Die Linie 6, Ast Falkeneck wird neu ab Dachsenbühl aufgesplittet (Y-Betrieb) Richtung Pantli und Falkeneck.
  • Die Linie 7 verkehrt neu ganztägig im ansonsten üblichen 10-Minutentakt. Zudem wird der Bahnhof Neuhausen SBB auch während der Randverkehrszeiten (abends/sonntags) bedient.
  • Die Linie 9 verkehrt neu ab Bahnhof Schaffhausen und ganztägig im 10-Minutentakt und abends sowie sonntags wird das Angebot ausgedehnt. Für Fahrten ins Herblingertal entfällt das Umsteigen von der bisherigen Linie 1. Für eine ausreichende Kapazität wird auf Gelenkbusse umgestellt.
  • Die Linie 10 verkehrt neu via Hochstrasse, Gemsgasse und Schweizersbild zum Logierhaus und von dort weiter ins Merishausertal bis Kleinbuchberg (Ersatz bisherige Linie 23a).

15-Minutentakt in den Randverkehrszeiten
Zur Sicherstellung einer guten Anschlussqualität vom und auf den Bahnverkehr im Halbstundentakt wird der Takt abends und am Sonntag vom bisherigen 20-Minuten- auf den 15-Minutentakt umgestellt.

Bedarf für eine Gesamtüberprüfung des Stadtbusnetzes
Die Stadt hat sich der letzten Gesamtüberprüfung im Jahr 2007 stark entwickelt; neue Wohn- und Arbeitsplatzgebiete müssen mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen werden. Die allgemeine Verkehrszunahme, Tempo 30 und Baustellen führen dazu, dass der heutige Fahrplan vermehrt nicht mehr eingehalten werden kann. Zudem ergeben sich mit dem Wegfall der Fahrleitungsgebundenheit neue Möglichkeiten der Linienführung. Taktseitig besteht vor allem am Abend ein Handlungsbedarf: Der vor einigen Jahren eingeführte Halbstundentakt auf dem Bahnnetz passt nicht auf den 20-Minutentakt im Busnetz, was bei jedem zweiten Kurs zu langen Umsteigezeiten führt. 

Mehrabgeltungen von 3.1 Mio. Franken
Für die Umsetzung des neuen Angebotskonzeptes müssen die Verkehrsbetriebe vbsh vier neue Fahrzeuge mit Ladeinfrastruktur beschaffen. Die betrieblichen Mehrkosten betragen 6.1 Mio. Franken pro Jahr. Davon entfallen 2.8 Mio. Franken auf die unabhängig vom neuen Konzept notwendige Stabilisierung der Umläufe einzelner Linien. Die allgemeine Verkehrszunahme, Tempo 30 und Baustellen führen dazu, dass für die Umläufe mehr Zeit benötigt wird als früher. Auf die konzeptionellen Anpassungen des Zielkonzepts entfallen 3.3 Mio. Franken.

Abzüglich der erwarteten Mehrerträge durch Ticketkäufe führt die Umsetzung des Angebotskonzeptes zu Mehrabgeltungen von 3.1 Mio. Franken, wovon 2.1 Mio. Fr. von der Stadt Schaffhausen, 0.4 Mio. Franken von der Gemeinde Neuhausen am Rheinfall und 0.7 Mio. Franken vom Kanton Schaffhausen getragen werden müssen.

Notwendige Infrastrukturmassnahmen
Für die neuen Linienführungen sind umfassende Infrastrukturmassnahmen notwendig. Dazu gehören neue, behindertengerechte Bushaltestellen und Anpassungen an Strassenführungen. Die mit dieser Vorlage bean­tragten Investitionskosten für bauliche Massnahmen betragen 4.4 Mio. Franken.

Schrittweise Umsetzung bis 2030
Das Angebotskonzept muss in der Stadt Schaffhausen und der Gemeinde Neuhausen am Rheinfall von den Parlamenten und der Stimmbevölkerung beschlossen werden. In der Stadt Schaffhausen wird über die Mehrabgeltungen von 2.1 Mio. Franken pro Jahr und einen Rahmenkredit von 4.4 Mio. Franken für die Infrastrukturmassnahmen abgestimmt.

Die Umsetzung des Angebotskonzeptes soll in Abhängigkeit der baulichen Massnahmen und der Beschaffung zusätzlicher Busse schrittweise mit Zielhorizont 2030 erfolgen.

Link zur Vorlage
Link zum Vernehmlassungsbericht

Ansprechpersonen:

Daniel Preisig, Finanzreferent und Präsident der vbsh-Verwaltungskommission
Telefon: +41 79 330 74 75
E-Mail: daniel.preisig@stsh.ch

Patrick Altenburger, Geschäftsführer vbsh
Telefon: +41 52 644 20 10
E-Mail: medien@vbsh.ch