Verkehrliche Anpassungen zur Verbesserung der Zugänglichkeit in der Altstadt Süd

14. August 2026
Mit der Eröffnung des Westflügels auf dem Kammgarnareal im Herbst 2026 wird die Altstadt Süd zu einem lebendigen Ort für Kultur, Bildung und Begegnung. Um sichere und attraktivere Zugänge zu schaffen, hat der Stadtrat die Einführung einer Begegnungszone beantragt. Eingebrachte Rückmeldungen wurden aufgenommen: Für die Zufahrt zu den Parkhäusern schlägt der Stadtrat eine Lösung ohne Begegnungszone vor.

Wenn Mitte September 2026 die Bibliothek, Ludothek, die Pädagogische Hochschule und weitere Akteure im Westflügel der Kammgarn einziehen, werden deutlich mehr Menschen zu Fuss, mit dem Velo oder Auto in der Altstadt Süd unterwegs sein. Um sichere Zugänge zum Kammgarnareal gewährleisten zu können und die Signalisation zu vereinheitlichen, hat der Stadtrat in seiner Vorlage vom 28. April «Einführung einer Begegnungszone in der Altstadt Süd» eine Begegnungszone auf der Rheinstrasse, der Klosterstrasse, der Baumgartenstrasse und der Frauengasse beantragt. Der Begriff «Begegnungszone» bezeichnet die Signalisation mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h und die gemeinsame Nutzung der Strassenfläche durch die verschiedenen Verkehrsteilnehmenden. Fussgängerinnen und Fussgänger haben in Begegnungszonen grundsätzlich Vortritt, dürfen Fahrzeuge aber nicht unnötig behindern. Die angrenzenden Strassen (Neustadt, Münsterplatz) sind bereits als Begegnungszone signalisiert.

Zufahrt zu den Parkhäusern
Im Hinblick auf zukünftige bauliche Massnahmen in diesem Gebiet hat der Stadtrat Verbände und Organisationen zum Dialog eingeladen. Die eingebrachten Rückmeldungen sind direkt in die Planung eingeflossen. Auch zur Begegnungszone, die momentan im Grossen Stadtrat beraten wird, wurden Anliegen eingebracht. In der Folge wurde eine Lösung erarbeitet, welche die unterschiedlichen Bedürfnisse gut zusammenführt. Diese sieht vor, die Zufahrt zu den Parkhäusern über die Rheinstrasse und Frauengasse von der Begegnungszone auszunehmen.

Die bestehende Begegnungszone an der Neustadt soll wie geplant weiter in die Rheinstrasse geführt werden, jedoch nur bis zur Frauengasse. Anders als ursprünglich vorgeschlagen, soll die Zufahrt zum Parkhaus Herrenacker von der Kreuzung Rheinuferstrasse/Klosterstrasse über die Rheinstrasse und Frauengasse nicht als Begegnungszone, sondern als Tempo-30-Strecke signalisiert werden.

Die überarbeitete Planung zeigt, dass die Fahrbahn ausreichend breit ausgestaltet werden kann, sodass auch grössere Fahrzeuge kreuzen können. Gleichzeitig können beidseitig Trottoirs erstellt werden, welche im Vergleich zur heutigen Situation etwas mehr Platz und Sicherheit auch für Personen im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder mit eingeschränkter Mobilität bieten.

Diesen Vorschlag hat der Stadtrat der Spezialkommission des Grossen Stadtrats bei der Beratung der Vorlage unterbreitet und wird nun vom Grossen Stadtrat abschliessend beraten.

Parkierung wird neu organisiert
Die neuen Nutzungen auf dem Kammgarnareal haben Auswirkungen auf die Parkierung im Umfeld, die neu organisiert wird. Die Parkflächen entlang der Klosterstrasse werden für Kurzzeitparkplätze sowie Anlieferungen und Zugänge zum neuen Durchgang genutzt. In der Baumgartenstrasse weicht der bisherige Parkraum einer bedarfsgerechten Nutzung mit neuen Handwerker- und Veloparkplätzen sowie Standplätzen für Feuerwehr und Nightliner. Der Wegfall der Parkplatzsuche an der Baumgartenstrasse beruhigt zugleich den Verkehr im Quartier. Die beiden Parkplätze vor dem Klosterbogen werden zugunsten der Sicherheit und einer besseren Zugänglichkeit umgestaltet.

Sichere Wege als Grundlage für die Neugestaltung
Die neue Verkehrsführung soll zur Eröffnung des Westflügels signalisiert werden. So können die zusätzlichen Besucherinnen und Besucher sicher und übersichtlich zum Kammgarnareal geführt werden. Gleichzeitig schaffen die verkehrsrechtlichen Anpassungen die Grundlage für die zukünftige Gestaltung des Strassenraums in der Altstadt Süd. Das Bauprojekt für die Aufwertung der Altstadt Süd wird derzeit erarbeitet und dem Grossen Stadtrat mit einer separaten Vorlage unterbreitet. Die bauliche Umsetzung erfolgt nach Abschluss der Werkleitungsarbeiten in der Altstadt Süd. Diese sind nötig, um den Wärmeverbund Herrenacker auszubauen und die bestehenden Werkleitungen zu sanieren. Der Baustart erfolgt frühestens im Herbst 2027.

Ansprechpersonen:

Dr. Katrin Bernath, Baureferentin
Telefon: +41 52 632 52 13
E-Mail: katrin.bernath@stsh.ch

Tina Nodari, Stabsleiterin Baureferat
Telefon: +41 52 632 52 67
E-Mail: tina.nodari@stsh.ch