Quartierplan Ebnat West wird öffentlich aufgelegt
Das Gebiet Ebnat West liegt am Übergang zwischen der Stadt und dem Industriequartier Herblingertal. Aufgrund seiner Lage und seiner Nähe zur Altstadt sowie zu bestehenden Wohnquartieren verfügt das Areal über ein grosses Entwicklungspotenzial. Die Planung sieht eine schrittweise Weiterentwicklung mit einer Mischung aus Gewerbe, Dienstleistungen und Wohnen vor. Mindestens 40 Prozent der Fläche sind für Gewerbe und Dienstleistungen vorgesehen, maximal 60 Prozent für Wohnen. Insgesamt könnten rund 550 Arbeitsplätze und Wohnraum für rund 450 Personen entstehen.
Mit der vom Grossen Stadtrat 2019 beschlossenen Zonenplanänderung wurde die Sonderzone Ebnat West geschaffen. Sie ermöglicht verschiedene Nutzungen wie Gewerbe, Dienstleistungen, Industrie, Freizeit und Sport sowie Wohnen. Ergänzend zu den Vorgaben der Sonderzone werden die zulässigen Nutzungen, die Bebauung, die Freiräume, die Erschliessung und weitere Rahmenbedingungen im Quartierplan festgehalten. Für wesentliche bauliche Veränderungen sind Wettbewerbe vorgesehen, bei denen das beste städtebauliche und architektonische Konzept ausgewählt wird. Damit soll sichergestellt werden, dass die künftigen Bauprojekte gut ins Quartier passen und den vielfältigen Anforderungen gerecht werden.
Neues Quartier mit öffentlichen Plätzen und Grünflächen
Ein wichtiges Element der Entwicklung ist der öffentliche Raum. Im Zentrum des Gebiets soll angrenzend an die Amsler-Laffon-Strasse ein neuer Platz als Begegnungsort für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Beschäftigte entstehen. Rund um den Platz sind Angebote vorgesehen, die öffentlich zugänglich sind, wie z.B. Gastronomie und Ladengeschäfte. Die Plätze und Grünflächen sollen grundsätzlich öffentlich zugänglich bleiben.
Die ursprünglich im Betriebs- und Gestaltungskonzept vorgesehenen Freiräume wurden im Rahmen der Überprüfung von 2026 weiterentwickelt. Auf grossflächige Betonbeläge wird verzichtet. Stattdessen werden Anforderungen nach dem Schwammstadt-Prinzip im Quartierplan verankert. Dabei wird Regenwasser möglichst vor Ort aufgenommen, gespeichert und versickert oder verdunstet. Vorgesehen sind zudem begrünte und attraktiv gestaltete Plätze und Flächen.
Auch die Verbindung für den Fussverkehr soll verbessert werden. Eine Passerelle über die Ebnatstrasse soll zusammen mit den baulichen Entwicklungen im Gebiet Ebnat West erstellt werden und künftig eine direkte Verbindung zur Fulachstrasse über das Areal Hafeteckel sicherstellen.
Erhalt wichtiger Zeitzeugen
Bei der Weiterentwicklung wird auch die Geschichte des Industriegebiets berücksichtigt. Das Logierhaus Falkenburg und das ehemalige Fabrikationsgebäude der Glissa sind als schützenswerte Kulturdenkmäler ausgewiesen und werden im Quartierplan berücksichtigt. Die neuen Bauten sollen sich gut in das bestehende Quartier einfügen.
Öffentliche Auflage
Vom 7. bis 26. November 2026 wird der Quartierplan öffentlich aufgelegt. Anschliessend prüft der Stadtrat die eingegangenen Stellungnahmen und Anträge. Der Quartierplan tritt anschliessend mit der Genehmigung durch das kantonale Baudepartement in Kraft.
Ansprechpersonen:
Dr. Katrin Bernath, Baureferentin
Telefon: +41 52 632 52 13
E-Mail: katrin.bernath@stsh.ch
Corina Ebeling, Projektleiterin Stadtplanung
Telefon: +41 52 632 54 79
E-Mail: corina.ebeling@stsh.ch