Arealentwicklung Güterbahnhof
Mit dem Bau einer Serviceanlage der SBB erhält Schaffhausen die Chance, das bisher wenig genutzte Güterbahnhofareal zu entwickeln. An zentraler Lage soll ein neues Quartier mit Wohnraum Arbeitsplätzen entstehen. Um die Entwicklung voranzubringen, unterbreitet der Schaffhauser Stadtrat dem Grossen Stadtrat eine entsprechende Vorlage.
Das Güterbahnhofareal erstreckt sich entlang der Fulachstrasse vom Kopfbau (Höhe Emmersbergstrasse) bis zur Schönenbergbrücke. Es befindet sich im Eigentum der der SBB und umfasst ca. 26'000 m2. Seit Jahren ist das Areal unternutzt und besteht die Absicht, es zu entwickeln. Dies entspricht den raumplanerischen Zielen von Stadt und Kanton Schaffhausen.
Serviceanlage der SBB nicht ohne Arealentwicklung
Die SBB benötigen für den nächsten Ausbauschritt der Zürcher S-Bahn weitere Serviceanlagen für den sachgerechten Unterhalt von zusätzlichen Zügen, und zwar an verkehrstechnisch geeigneter Lage. Eine breit angelegte Standortevaluation zeigte, dass sich Schaffhausen als Standort eignet. Die Evaluation von drei Standorten zeigte, dass das Areal beim Güterbahnhof – am nördlichen Ende der Güterhalle – für die neue Serviceanlage aus betrieblichen und wirtschaftlichen Gründen am besten geeignet ist.
Die SBB planen die neue Serviceanlage in Schaffhausen rund 220 Meter lang, 40 Meter breit und 10 Meter hoch. In der Halle sind drei Instandhaltungsgleise von je 150 Metern Länge vorgesehen. Dazu wird es 12 bis 16 Abstellplätze für Züge geben. In der Anlage werden die neuen Fahrzeuge der Zürcher S-Bahn instandgehalten. Damit wird der Standort als moderner Mobilitätsknotenpunkt langfristig gestärkt. Zudem werden rund 60 Arbeitsplätze geschaffen.
Stadt und Kanton Schaffhausen sind mit den SBB übereingekommen, den Bau der Serviceanlage zusammen mit einer Arealentwicklung zu projektieren. Dabei einigten sich die Stadt und die SBB auf eine Zusammenarbeit: Die SBB erstellt am Standort «Güterhallen» eine Serviceanlage mit bebaubarem Dach. Gleichzeitig gewähren die SBB der Stadt Schaffhausen über alle Baufelder Baurechte. Die Stadt wiederum vergibt diese Baufelder im Unterbaurecht.
Vorinvestitionen für Bebaubarkeit
Um die Arealentwicklung sicherzustellen, sind Vorinvestitionen der Stadt nötig. Dabei handelt es sich aufgeteilt auf die drei Baufelder um folgende Massnahmen:
- Im Baufeld Nord: Fundamente und Stelzen für die spätere Errichtung eines Hochhauses über den Geleisen.
- Im Baufeld Mitte handelt es sich um die Mehrkosten für die statische Ausgestaltung des Daches der Serviceanlage, so dass diese flexibel bebaut werden kann.
- Im Baufeld Süd sind gegebenenfalls Vorbereitungen für die spätere Baurechtsabgabe notwendig.
Die Vorinvestitionen werden kumuliert und inkl. Reserven auf 34 Mio. Franken beziffert. Die Stadt kann diese Ausgaben zu einem späteren Zeitpunkt mit den Baurechtszinserträgen vollständig refinanzieren. Das Vorgehen und die Refinanzierung dieser Vorinvestitionen bei der Festlegung des Baurechtszinses haben die Stadt und die SBB in einer Rahmenvereinbarung verbindlich vereinbart.
Kompetenzdelegation für zeitgerechte Entwicklung
Um dem Stadtrat und dem Grossen Stadtrat die nötigen Handlungskompetenzen für eine zeitgerechte Entwicklung des Güterbahnhofareals zu gewähren und die Stadt die verbindlichen Vereinbarungen mit den SBB eingehen kann, beantragt der Stadtrat dem Grossen Stadtrat den Erlass einer Verordnung. Diese delegiert dem Stadtrat die Ausgabenkompetenzen für die Vorinvestitionen bis zu einem Deckel von 34 Mio. Franken (indexiert). Die Sonderkompetenz ist nötig, damit Entscheide fristgerecht gefällt werden können und gilt nur, wenn das kantonale Amt für Grundstückschätzungen bestätigt, dass die Vorinvestitionen refinanzierbar sind. Die Konditionen der Baurechtsvergabe werden zu einem späteren Zeitpunkt vom Grossen Stadtrat festgelegt. Das Gleiche gilt für Investitionen durch die Stadt wie z.B. einer neuen Brückenverbindung zur Hochstrasse. Der Verordnung müssen der Grosse Stadtrat und die Stimmbevölkerung zustimmen. Wird die Arealentwicklung abgelehnt, wird die Serviceanlage von den SBB isoliert erstellt.
Weitere Schritte
Als nächster Schritt ist für die Arealentwicklung eine Testplanung vorgesehen. Anschliessend erfolgen das Umzonungsverfahren und die Baurechtsabgaben. Zur Sicherstellung einer hohen Qualität der Bauten und Freiräume sollen von den Baurechtsnehmern Architekturwettbewerbe durchgeführt werden.
Die SBB arbeiten das Projekt für die Serviceanlage detaillierter aus und planen, diese im Jahr 2032 zu eröffnen.
Eine einmalige Chance für Schaffhausen
Die Zusammenarbeit mit den SBB im Zuge des Baus der Serviceanlage eröffnet eine einmalige Chance für die Entwicklung des Güterbahnhofareals.
Auf dem Güterbahnhofareal entstehen attraktiver und zentrumsnaher Wohnraum für rund 800Einwohnerinnen und Einwohner sowie ca. 900 Arbeitsplätze auf ca. 24'000 m2 Gewerbeflächen, ohne dass Kulturland verloren geht. Mit neuen Quartierverbindungen über die Gleise und zum Entwicklungsschwerpunkt «Ebnat West» können die Entwicklungsgebiete besser vernetzt und an die Altstadt angebunden werden. Die Vorfinanzierungen der Stadt können über die Baurechtsdauer vollständig refinanziert werden. Die Entwicklung entspricht auch den Zielen des Kantons, der das gemeinsame Vorgehen mit den SBB und der Stadt unterstützt. So beteiligt sich der Kanton an der Erarbeitung der gemeinsamen Planungsvereinbarung und unterstützt die weitere Planung und Entwicklung des Güterbahnhofareals.
Kontakt
Stadtplanung
Stadthausgasse 12
Postfach 1000
8201 Schaffhausen
Tel. +41 52 632 53 88
Kontaktformular
Zugehörige Objekte
| Name | Download |
|---|
| Name Vorname | Funktion | Telefon | Kontakt |
|---|
| Name | Telefon | Kontakt |
|---|---|---|
| Baureferat | +41 52 632 52 03 | Kontaktformular |
| Finanzreferat | +41 52 632 52 02 | Kontaktformular |
| Name | Telefon | Kontakt |
|---|---|---|
| Stadtplanung | +41 52 632 53 88 | Kontaktformular |
| Name | Telefon | Kontakt |
|---|---|---|
| Immobilien | +41 52 632 55 21 | Kontaktformular |