Gezielte Entlastung statt Pauschallösung
Der Stadtrat lehnt die Initiative «Chind id Badi! (Gebührenfreundliche Badegebührenverordnung)», welche am 14. Juni 2026 zur Abstimmung gelangt, ab. Zwar begrüsst er das grundsätzliche Anliegen, den Badi-Zugang für Kinder und Jugendliche zu erleichtern – statt pauschaler Gratiseintritte für alle Kinder möchte der Stadtrat aber Vergünstigungen gezielt für die Kinder und Jugendlichen der Stadt Schaffhausen ermöglichen
So erachtet der Stadtrat einen Gratiseintritt für alle Kinder und Jugendlichen – ungeachtet ihres Wohnsitzes – als nicht angebracht. Die Stadt müsste künftig die Einnahmeausfälle der Rhybadi und der KSS für alle Kinder bis 16 Jahren übernehmen – nicht nur für die einheimischen. Allein im Jahr 2024 hätte dies rund eine halbe Million Franken gekostet. Zudem ist unklar, ob die KSS genügend Kapazitäten hätte, wenn sie als einziges grosses Bad der Region für alle Kinder und Jugendlichen gratis wäre.
Der Stadtrat hat stets betont, dass die Einzel-Eintrittspreise für die beiden städtischen Badeanstalten moderat und vergleichbar sind mit den Preisen anderer Hallen- und Freibäder. Ebenfalls erhalten Bezügerinnen und Bezüger der Kulturlegi bereits heute vergünstigte Eintritte in die Rhybadi und die KSS.
Aus diesen Gründen empfiehlt der Stadtrat, die Initiative «Chind id Badi! (Gebührenfreundliche Badegebührenverordnung)» abzulehnen und stattdessen eine pragmatische Lösung zu ermöglichen: Kinder aus der Stadt zwischen 6 und 16 Jahren sollen künftig 50 % Rabatt (mit Kulturlegi 75 %) auf ein Saison- oder Jahresabo erhalten: Alle berechtigten Kinder und Jugendlichen erhalten dafür jährlich einen personalisierten Gutschein für den Bezug eines Saison- oder Jahresabos zum reduzierten Preis. In der KSS kann dieser nicht nur für die Badi, sondern auch noch für die Eisbahn eingelöst werden.
Für diese Massnahme hat der Stadtrat einen wiederkehrenden Kredit von 200’000 Franken beantragt, welcher vom Grossen Stadtrat bereits bewilligt wurde. Dieser kommt zur Umsetzung, wenn die Initiative abgelehnt wird. Der Stadtrat empfiehlt deshalb, die Volksinitiative abzulehnen.
Im Namen des Stadtrats
Marco Planas, Bildungsreferent
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