«Rhybadi»: Stadt ergreift Massnahmen zur Verbesserung der Trittsicherheit der neuen Oberflächen

2. Juli 2026
Die Stadt hat im vergangenen Winterhalbjahr die Tragkonstruktion der Rhybadi umfassend saniert und damit die Grundlage geschaffen, die Lebensdauer der Anlage zu verlängern. Seit Beginn der Badesaison wird die Trittsicherheit der neuen Oberfläche von Badegästen teilweise als ungenügend wahrgenommen. Die Stadt nimmt diese Rückmeldungen ernst und arbeitet gemeinsam mit Fachunternehmen und Experten an einer nachhaltigen Lösung. Bis dahin werden an besonders beanspruchten Stellen zusätzliche Sicherheitsmassnahmen umgesetzt.

Im Jahr 2024 wurde die Tragwerksstruktur der Rhybadi umfassend untersucht. Dabei zeigte sich, dass der Beton aus dem Jahr 1951 altersbedingt Schäden aufweist und der Korrosionsschutz der Bewehrung in verschiedenen Bereichen nicht mehr vollständig gewährleistet ist. Erste sichtbare Betonabplatzungen an den Unterseiten der Platten beschleunigten die Korrosion zusätzlich. Um die Tragkonstruktion langfristig zu sichern, wurde eine rasche Instandsetzung notwendig.

Um die Tragkonstruktion langfristig zu erhalten, wurden die Betonplatten und Tragpfähle Instand gesetzt. Anschliessend erhielten die Oberflächen eine Schutzbeschichtung, die das Eindringen von Wasser verhindert und die weitere Alterung des Bauwerks deutlich verlangsamt. Zur Erreichung der erforderlichen Rutschfestigkeit wurde Sand in die Beschichtung eingestreut. Die Farbgebung wurde in Abstimmung mit der Denkmalpflege festgelegt.

Die Wahl des Sanierungsverfahrens erfolgte nach einer umfassenden fachlichen Prüfung. Dabei mussten unterschiedliche Anforderungen berücksichtigt werden: der dauerhafte Schutz der Bausubstanz, die Sicherheit der Badegäste, die Rutschfestigkeit der Oberflächen, die Anforderungen des Denkmalschutzes sowie die besonderen statischen und betrieblichen Rahmenbedingungen der Anlage. Gemeinsam mit Fachpersonen, Betonspezialisten und der Denkmalpflege wurden verschiedene Varianten geprüft und Musterflächen erstellt. Auf dieser Grundlage entschied sich die Stadt für das heute ausgeführte Beschichtungssystem.

Seit Beginn der Badesaison 2026 haben Badegäste vermehrt darauf hingewiesen, dass sich die neuen Oberflächen rutschiger anfühlen als die bisherigen. Obwohl erste Messungen die Einhaltung der erforderlichen Rutschfestigkeit bestätigen, nimmt die Stadt die Rückmeldungen ernst. Die Oberflächen wurden bereits mehrfach mit einem speziellen Bürstensystem gereinigt, um produktionsbedingte Rückstände des neuen Belags zu entfernen. Dadurch konnte die Trittsicherheit verbessert werden. Da dieser Effekt bisher jedoch nicht dauerhaft anhält, untersucht die Stadt die Ursachen derzeit gemeinsam mit den beteiligten Fachunternehmen sowie unabhängigen Expertinnen und Experten.

Gleichzeitig bleiben Wasser und Verschmutzungen auf der versiegelten Oberfläche stärker sichtbar, was den Reinigungsaufwand erhöht. Die sichtbareren Verschmutzungen sind auch darauf zurückzuführen, dass die neue Beschichtung deutlich homogener wirkt als der frühere Betonbelag. Da die Rhybadi nicht ausschliesslich barfuss genutzt wird, werden Schmutz und Staub durch Schuhe eingetragen und bleiben in Verbindung mit Wasser stärker sichtbar. Eine dunklere Beschichtung wurde aus Gründen der Aufheizung durch Sonneneinstrahlung bewusst verworfen.

Derzeit werden verschiedene technische Massnahmen geprüft, um die Trittsicherheit und die Gebrauchstauglichkeit der Oberflächen spürbar zu verbessern. Bis eine definitive Lösung umgesetzt werden kann, werden an besonders beanspruchten Stellen zusätzliche Matten ausgelegt, um die Sicherheit der Badegäste zu erhöhen.

Ansprechperson:

Bente-Amelie Gruber, Projektleiterin Hochbau
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